Antrag: Einbahnstraße Brodkorbweg, Überarbeitung Verkehrskonzept Schumacherring
Antrag:
1. Einbahnstraßenregelung Brodkorbweg von West nach Ost.
2. Überarbeitung des Verkehrskonzept im Bereich Schumacherring, Ostbahnhofstr, Brodkorbweg, Rheinlandstr, auch unter Berücksichtigung der Gewebeentwicklung in der Ulmer Straße.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kiechle,
der Ausschuss Mobilität und Verkehr befasst sich am Montag 8.12. mit der Einbahnregelung im östlichen Brodkorbweg.
Dabei wird vielfach der Lösungsweg der Einbahnregelung von Ost nach West favorisiert.
Trotz der vielen Fürsprachen für diese Lösung sind dennoch Bedenken logistischer und verkehrspsychologischer Verhaltensmuster unberücksichtigt. Denn das gesamtgesellschaftliche Verhalten der Verkehrsteilnehmer lässt sich damit nicht einfach umkehren.
Es ist anzunehmen, dass bei der Ost-West der Parkplatzsucherkehr rund um die Geschäftszentren im Brodkorbweg gewöhnliche Verhaltensmuster aufzeigen. Denn das Vorfahren bis zu den Geschäften führt bei nicht vorhandenen Parkmöglichkeiten dazu, dass der Verkehrsteilnehmer sich wieder am Kreuzungsbereich Schumacherring-Brodkorbweg befindet, ohne einen gewünschten Parkplatz gefunden zu haben, um Bank, Arzt, Einkauf, Kindertagesstätte oder Gewerbeaufsuchung erledigen zu können.
Bei einer Verkehrsführung von West nach Ost, zeigt sich das umgekehrte Bild. Sind die Parkmöglichkeiten in unmittelbarerer Umgebung der Gewerbetreibenden und sozialen Einrichtungen erschöpft, so können die nachfolgenden – in Fahrtrichtung befindlichen – freien Parkmöglichkeiten aufgesucht werden. Dann sogar bis zum Ostbahnhof. Ein kontinuierlicher Parkplatzsuchverkehr unterbleibt damit. Gleichzeitig wird dadurch die Ostbahnhofstraße als Hauptader gestärkt und kann für alle Verkehrsteilnehmer ordentlich weiterentwickelt werden. Gleichzeitig bietet der Kreuzungsbereich Ostbahnhofstr. – Schumacherring genügend Platz für entsprechende Aufstellflächen nach rechts und nach links in den Schumacherring sowie umgekehrt in Richtung Ostbahnhof.
Eine angeblich notwendige Ampelschaltung sollte dabei auch den Bereich der Ulrichstr. einbinden und „neu Denken“ lassen. Denn dort befindet sich der Fußgängerüberweg zum heimlichen sozialen Treffpunkt Tankstelle.
Gleichzeitig läuft über die Ostbahnhofstraße auch der öffentliche Busverkehr von und zum Ostbahnhof.
Eine sinnvolle Verkehrsstruktur rund um diesen Bereich sollte man sich nicht dadurch verbauen, dass man sich scheut in eine sinnvolle Ampel- und Kreuzungsregelung in diesem Bereich zu investieren, aber gleichzeitig die Investitionen für ein Umdrehen von Parkbuchten bezahlt.
Sollte es zu einer Entwicklung des Gewerbegebiets Ulmer Straße kommen, so ist davon auszugehen, dass sich ein wesentlich höherer Verkehrsstrom aus dieser Straße abzeichnet der nicht über den Brodkorbweg abgewickelt werden kann, sondern über die Ostbahnhofstraße und spätestens dann eine neue Kreuzungssituation in den Schumacherring erzwingt.
Daher beantragen wir die Einbahnregelung in West – Ost – Richtung zuzustimmen. Den Kreuzungsbereich Ostbahnhofstr. Schumacherring entsprechend zu optimieren.
Die Einbahnregelung des Lerpscherwegs kann in dieser Fassung entsprechend des heutigen Stands belassen werden, erleichtert es das Anfahren des Wohnungsbereichs in dieser Umgebung.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Franz Josef Natterer-Babych