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Anfrage: Heizungsanlage in den Obdachlosenunterkünften und deren Zustand und Weitere.

Anfrage:

Heizungsanlage in den Obdachlosenunterkünften und deren Zustand und Weitere.

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kiechle,

im Gespräch mit Bewohnern der Obdachlosenunterkünfte wurden mir mehre Sachverhalten mitgeteilt. 

 

1. Heizung – Nachtabsenkungen:

In den Wohnungen Reinhartser Straße 2, 8, 10 und 12 laufen derzeit immer noch die Nachtabsenkungen. Das heißt, zw. 22:30 und 23 Uhr kühlen die Heizkörper in den Wohnungen aus, auch bei den derzeitigen Temperaturen von bis zu -12 Grad.

Gegen 5 oder 6 Uhr heizen die Heizkörper wieder auf, sodass eine Raumtemperatur von ca. 14 - 16 Grad über den Tag erreicht wird. Im Schumacher Ring 123 scheint diese Nachtabsenkung nicht aktiv zu sein, wie mir ein Bewohner berichtet hat!

 

Anfrage: 

  1. Weshalb ist die Heizung in den Obdachlosenunterkünften so niedrig eingestellt, dass selbst während des Tags die empfohlene Wohnraumtemperatur von 20°C nicht erreicht werden kann?
  2. Warum wird eine Nachabsenkung, bzw. sogar eine Nachtabschaltung in den Unterkünften so eingerichtet, dass die Wohnraumtemperatur in den Notunterkünften keine vernünftige Temperatur für einen Wohnraum erreicht?

 

2. Wohnraumnutzung in den Obdachlosenunterkünften

Vor den Obdachlosenunterkünften scheint es einen regen Handel zu geben. Dieser wird jedoch nicht von Obdachlosen mit deutschem Pass betrieben, sondern wahrscheinlich von Personen aus dem europäischen Ausland. 

Anfrage: 

  1. Wird bei Bedürftigen aus dem europäischen Ausland die Bedürftigkeit genauso sorgfältig geprüft und ggf. auch kontrolliert, wie dies bei Personen mit deutschem Pass möglich ist?
  2. Wie wird sichergestellt, dass der knappe Wohnraum für Obdachlose der Stadt Kempten nicht durch Fehlbelegung oder aus dem europäischen Ausland stammenden Mitarbeitern als billige Unterkunft genutzt wird?

 

3. Wohnraumvermittlung für Bedürftige 

Das Integrationsamt kümmert sich mit diversen Maßnahmen intensiv um die Unterbringung von Flüchtlingen, die in Kempten ankommen. Hierzu zählt auch die Anmietung von Wohnraum, um mit Nutzungsvereinbarungen Flüchtlinge in Privatunterkünften unterzubringen.

In den Obdachlosenunterkünften stranden jedoch Menschen, Paare und auch Familien mit Kindern aus ganz Europa. Die Hintergründe über die eingetretene Bedürftigkeit sind oft traurige Anlässe. Um den Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen, um aus der Obdachlosigkeit herauszukommen, stellt sich die Frage, ob das gleiche Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen auch bei den Obdachlosen angewendet werden kann, um diese im freien Wohnungsmarkt unterzubringen. D.h. von der Stadt angemieteter Wohnraum wird den Obdachlosen zugewiesen und wenn der eigentliche Vermieter mit den Personen klarkommt, soll das Mietverhältnis zwischen dem Vermieter und den Bedürftigen übergehen.

Anfrage: 

  1. Welche Hürden gibt es, um den Obdachlosen unserer Stadt mit dem gleichen Konzept zu helfen wie bei Personen mit Flüchtlingsstatus?

 

Über eine Überarbeitung der Heizungsanlage und deren Einstellung bei den Obdachlosenunterkünften freuen wir uns, wollen wir diesen doch eine menschenwürdige Temperatur-Umgebung in den ehemaligen Fabrikgebäuden bieten.

 

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Franz Josef Natterer-Babych