Anträge:Energie-Parkhauses im Aybühlweg und Combomare Energieeffizienz:
Anträge:
1. Prüfung des Baus eines Energie-Parkhauses im Aybühlweg nahe Combomare mit folgenden Funktionen:
- Parkraum für PKW
- Park and Ride Parkhaus
- Bus-Hub für den Umstieg zwischen den Linien Kreis OA und Stadt Kempten
- Lade-Hub für E-Busse
- Lade-Station für weitere E-Fahrzeuge
- Solarzelleninstallation zur Energiegewinnung der Elektroversorgung von Verkehrsmitteln und der Freizeit- und Bildungseinrichtungen in der Umgebung.
- Speicherung elektrischer Energie
2. Cambomare: Umbau der Wärmeerzeugung auf effiziente regenerative Energiequellen hauptsächlich in Kombination mit modernen leistungsfähigen Wärmepumpen mit dem Ziel ganzheitlich auf fossile Brennstoffe zu verzichten.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kiechle,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie hatten in der letzten Stadtratssitzung erläutert, dass durch die Absenkung der Temperaturen im Cambomare der Gasverbrauch um knapp 25% gesenkt werden könne. Für das Ziel Energie zu sparen und fossile Energieträger zu reduzieren bieten sich regenerative Energiequellen in Kombination mit modernsten Energiekomponenten an.
Um dem Ziel näher zu kommen wäre es sinnvoll, modernste Wärmepumpentechnik einzusetzen. Luft-Wärmepumpen weisen eine Jahresarbeitszahl von mehr als 3 auf. Dies bedeutet, wenn 1kW elektrisch aufgewendet wird, werden 3 kW Wärmeleistung erreicht. Diese Werte sind übers Jahr gerechnet und sind auf eine Zieltemperatur von 35°C ausgewertet. Werden geringere Temperaturen benötigt, erhöht sich die Jahresarbeitszahl entsprechend.
Für das Combomare würde dies bedeuten, dass bis auf die extrem kalten Zeiten, der Energieaufwand für die Wärmegewinnung innerhalb des Cambomare stark reduziert werden kann und damit die Energiegewinnung mittels regenerativen Energiequellen umsetzbar wird.
Als Energiequelle kommt hier in erster Linie Photovoltaik in Kombination mit Speichertechnologien in Frage. Auch hier sei erwähnt, dass die Speichertechnologien eine starke Innovation erfahren haben und auch weiterhin noch erfahren.
Um die Energiegewinnung effizient und nah an der Nutzung erzeugen zu können bietet es sich an, die Photovoltaik-Anlage vor Ort zu installieren. Hierfür bietet sich ein Parkhaus an, welches auch weitere Aufgaben übernimmt.
- Dieses Parkhaus sollte für die Energiegewinnung auf dem Dach (Obergeschoss) sowie an den drei Fassadenseiten, Ost, Süd und West, mit Solarzellen ausgestaltet werden.
- Weiter sollte dieses Parkhaus auch einen Bus-Hub beinhalten an welchem die Busse des ÖPNVs in der Lage sind die Batterien nachzuladen und Busfahrer auf die geladenen Busse wechseln können.
- Dieses Parkhaus sollte auch als Park- und Ride-Parkhaus dienen sowie den gesamten Parkraum im Aybühlweg rund um die Freizeiteinrichtungen und Wohngebiete aufzunehmen. Parkmöglichkeiten entlang des Aybühlwegs werden beseitige und zur Aufwertung des Freizeit- und Wohnqualitäten begrünt und umgestaltet.
Rechnet man überschlägig, so kommt man bei einer Parkhausgrundfläche von ca. 40mx80m auf eine Mindestleistungsausbeute von 500kWp. Höhere Werte können durch die Belegung der Fassade erreicht werden.
Wird beim Parkhaus weitergedacht, so kann diesen auch als Lade-Hub für den öffentlichen Personennahverkehr dienen. Hiermit wäre ein weiterer Lade-Hub-Standort neben den schon angedachten gegeben, um auch die weiteren Busunternehmen des ÖPNVs zu versorgen.
Selbstverständlich würde das Parkhaus damit eine geeignete Möglichkeit darstellen, um vom privaten Individualverkehr auf den öffentlichen Personenverkehr umzusteigen.
Der Bau des Parkhauses würde zudem die Möglichkeit eröffnen, den angedachten Quartiersplatz umsetzen zu können, was auch unsere Erwartung wäre. Wir hoffen, dass der DAV anschließend bereit ist diesen Quartiersplatz zu ermöglichen.
Mit dem Bau des Parkhauses sollen jedoch alle Parkmöglichkeiten entlang des Aybühlwegs einer Quartiersaufwertung weichen. Denn dieser Quartiersbereich des Sports, der Freizeit und der Bildung hat es verdient in eine für den Menschen attraktiven Umgebung eingebettet zu werden.
Die Umsetzung des Parkhauses mit dieser Vielzahl an Funktionen sollte im Fokus liegen, wenn für die Zukunft die Kosten der fossilen Energieträger eliminiert werden sollen. Seien wir mutig und nutzen diese Chance, um auch in Zukunft sozialverträgliche, familienfreundliche Kosten bei der Nutzung der Sportstätten zu erreichen.
Finanzierung:
Bei der Finanzierung sind entsprechende Haushaltsmittel einzuplanen, wobei die energetische Umsetzung durch das KKU zu erfolgen hat, um die Möglichkeit des Eigenstromverbrauchs zu nutzen.
Bei der Parkplatznutzung wären mehrere Modelle vorstellbar:
- Kostenfreie Parkplatzbereitstellung
- Eine Einfahrgebür von 50 Cent bis zu maximal 1 Euro – unabhängig von der Parkdauer
- Nutzung des Bus-Ladehubs und damit einer Querfinanzierung durch Fördermittel sowie des öffentlichen Nahverkehrs.
Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen
Franz Josef Natterer-Babych und Michael Hofer